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Wenn Sie mich fragen, warum ausgerechnet ich, speziell eine solche Homepage ins Leben gerufen habe, liefere ich hier mehrere Gründe für eine Erklärung!

Die Gülpen’s wohnten und wohnen vor allem im Dreiländereck von Belgien, der Niederlande und von  Deutschland und dies ist kulturell betrachtet erst mal sehr spannend. Kaiser Karl hätte bestimmt schon gesagt: Schreib das mal alles auf.

Nicht nur unser eigener Abstammungszweig, sondern auch benachbarte Zweige der Gülpen’s des 20. Jahrhunderts öffneten sich Freunden und Mitmenschen. Die mir bekannten Gülpen sind sozial eingestellt, kommunizieren gern und nehmen auch öffentliche Aufgaben und Ämter wahr.

Der Familien-Zusammenhalt hatte mich bereits von Kindesbeinen an fasziniert. 

Meine ersten Autotouren gingen, alten Fotos zufolge, natürlich nach Gulpen/NL und in das belgische Moresnet.  

Endlich wurde Mitte der Achtziger das Internet geboren und der Familienforscher konnte richtig loslegen.

Geschichten schreiben, fotografieren, das hatte ich schon vorher gerne bei der Lokalpresse gegen Zeilen- und Bildhonorar gemacht.

Ein bisschen Text muss schon sein auf der Homepage, denn nur einen Gülpen-Stammbaum ins Netz stellen: Nein, das ist nicht so ganz mein Ding. Als Leser wollen Sie doch sozusagen einen Mehrwert haben, nämlich mehr über die (scheinbar exotischen) Gülpen’s erfahren.

Auch wenn ich mich bei den ernsthaften Familienforschern für mein gewisses Desinteresse an Stammbäumen entschuldigen muss: Eine kleine Ausnahme ist der historische Stammbaum-Auszug der Maastrichter van Gulpens.

Aber von wegen: Exotisch! Eingetaucht in rund 1400 Jahre Geschichte werden Sie erleben, dass der Bogen vom alten Rittergeschlecht Galopia bis zum Bergmann Gülpen reichlich Stoff für zahlreiche Geschichten liefert. Und da ist bisher in der Historie nichts Negatives dabei!


Für die Illustration fahre ich jeweils an die historischen Orte und spüre dem Mittelalter nach. Das ist spannend! 

Und dann soll der Jüngste einer Generation nach einer alten Genealogen-Regel den Schriftführer spielen.



Um den Beginn des Mittelalters um das Jahr 600 nach Christus verwalteten Vogte „von Galopia“ die ehemals römische Ansiedlung Galopia von einem Hügel aus. Das mit Palisadenbrettern umrandete Gebäude befand sich, wie Bodenfunde ergaben, am Zusammenfluss von Geul und Gulp (Foto oben).

Im Jahre 891 kämpften hier die Normannen gegen Kaiser Arnold. Stammvater der Grafschaft Limbourg um 900 herum war Wigeric aus dem karolingischen Kaiserhaus. Die Herren von Galopia spielten in der Kaiserstadt Aachen hin und wieder eine Rolle - mal Kirchenmänner, mal Bürgermeister. Neben lateinisch wurde nun lange Zeit niederfränkisch gesprochen.

Heinrich II. schenkte Anfang des 11. Jahrhunderts die Herrschaft Gulpen, wie sie jetzt hiess, der Kirche in Aachen. Aber das Münsterstift trennte sich um 1300 von dem immer wieder umkämpften Zwei-Flüsse-Ort. Vor und nach diesem Zeitpunkt lagen vier mal Kriegsheere in Gulpen. 

Das von Galopia-Geschlecht verlor durch eine Erbtochter den Sitz in Gulpen an die Freiherren von Eynatten und orientierte sich nun in den Süden des Herzogtums Limbourg. Viele Herzöge erlebte dieses Land, bevor es nach der Schlacht bei Köln-Worringen 1288 an Brabant fiel.

Die grosse Zeit der de Gulpen-Dynastie kam. Vom Statthalter, Drossard und Domherr bis zum Jonkheer besetzten viele der Obrigkeits- und kirchentreuen Ritter de Gulpen zahlreiche Ämter. Einem der Gülpen-Wappen entnimmt man, dass der Inhaber einen Bezug zu einem Spanien-Feldzug hatte. 

So waren die de Gulpen auch begehrte Ehepartner für lohnende Einheiraten. Viele Chateaus und Burgen zwischen Lüttich und Eupen waren mit Vertretern der Gulpen-Dynastie besetzt. Seitdem Heinrich von Goleppe, der 1359 Schöffe in Fouron war, in den Unterlagen von Berneau auftaucht, und auch noch einen erfolgreichen Sohn Frambach hat, geht mit den "de Gulpen's" so richtig die Post ab! 

Während es in Berneau nur noch "de Gulpen" heisst, bleiben die Familienzweige in den nördlicheren Bereichen beim "van Gulpen".  Ab 1612 gründete sich ein erfolgreicher Patrizierzweig der van Gulpen im Raum Maastricht. Ärzte, Verleger, Notare und Künstler zählt man zu diesem Stammbaum, der 300 Jahre bis heute überlebte.

Die Zweige der Familie reichten auch in den deutschen Raum: In den Hunsrück, nach Heidelberg und nach Bayern. Fast ausnahmslos nannte man sich dort "von Gülpen". Das Ursprungsland der Familie war immer ein Land der Sprachgrenzen, aber auch vielen verschiedenen Herrschern unterworfen. Unter Karl V. wurde mit dem Herzogtum Limbourg vereinigt: Dalhem, Valkenburg und Herzogenrath. Mit dem Friedensschluss 1661 wurden diese drei Orte geteilt. Nun war es das Land von Overmaas. 

Die Zeit der Gülpen-Ritter war oft kriegerisch, von möglichen Greueltaten ist im Zusammenhang mit ihnen jedoch nichts niedergeschrieben. In Notariatspapieren findet man ihre Namen, wenn es um Lehn- und Land-Fragen ging. Die Gülpen-Dynastie lebte in der Zeit der Hexenverbrennungen, Folterungen und Hinrichtungen, aber auch der grossen Pest-Seuchen von 1300 bis 1636. Martin Luther wird den katholischen Gülpens zugesetzt haben.

Im Traktat von Fontainebleau 1785 wurden die Orte Dalhem, Olne, Trembleur, Feneur, Bombaye und Berneau dem Königreich Preussen zugeschlagen. Dagegen Alt-Valkenburg, Schin-op-Geul, Strucht, Schaesberg, Elsloh und die Enklave St. Gerlach wurden Holland zugesprochen. Dann folgte auch bald die französische Herrschaft. 

Die Gegend des ehemaligen Herzogtums Limbourg hat viele Kriegstruppen gesehen, aus Spanien, Österreich, aus mehreren deutschen Ländereien, aus den Niederlanden, oft aus Frankreich. Die Bevölkerung wurde über Jahrhunderte in unvorstellbarer Weise geschunden.

1735 starb Anne-Barbe de Gulpen aus der Berneau-Linie. Es könnte sein, dass es die Letzte dieser Dynastie gewesen ist. Von jener Zeit her schlossen sich die bürgerlichen Gülpen im deutschen Würselen an, die wiederum Verbindungen in die Niederlande knüpften. Auch im belgischen Raum und in Neutral-Moresnet tauchen die Gulpen, Gülpen und von Gülpen auf. Düren wird ein wichtiger Ort, der Familie scheint das Dreiländereck zu eng zu werden...



Folgende Namensvarianten haben existiert bzw.

existieren noch und sind vom Namen verwandt:

HISTORISCH:

Von/Van/De Galopia, ab Jahr 600 n.Chr.

De Gulpen dite d'Allendorp

De Gulpen de Vaudemont

Gulpen de Bern

De Goleppe

De Gulpen genannt Rosmel

De Gulpen d'Altena

Snackart op der Gulpen

Van Neuborg van Gulpen

Van Gulpen genannt Ten Ejcken

Gulpen van den Eycken

Van Ou De Gulpen

Gülpen von und zur Neuerburg

Von Gülpen genannt von Hedesheim

Von Heddersheim genannt von Gulpen

BELGIEN/FRANKREICH:

De Galoppe

De Goleppe

De Gulpenne

Pelser de Gulpen

Galopin

NIEDERLANDE:

Van Guelpen

Van Gulpen

Van Gulp

Gulpens

Gulpe

Gulpen

America-Gulpen

Gulpers

Ozek-Gulpers

DEUTSCHLAND:

Von Gulpen

von Gülpen

Lensing-van Gülpen

Reinhart-van Gülpen

Reineke-Reinhart-van Gülpen

Gülpen

Guelpen

Gülpers

Gülpisch

Gulpich

Vangülpen

Gülpen-Royé

Schillings-Gülpen und andere

USA/GB:

Gulpin

Guilpin

Gilpin

De Gilpin

Deguylpyn

De Guylpyn




Last-Modified: 14th Oct 2016 1200 GMT Keine Aenderungen



 
     
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